Backofen reinigen - Tipps & Tricks - Gorenje
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Der Gorenje Ratgeber
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Backofen reinigen – es war noch nie so einfach!

Eine knusprige Pizza, ein duftender Rührkuchen, backfrische Sonntagsbrötchen, ein saftiger Festtagsbraten – im Backofen lassen sich viele verschiedene Köstlichkeiten zubereiten. Wer seinen Ofen gern und oft nutzt, kommt um eine regelmäßige Reinigung nicht herum! Doch nun einmal Hand aufs Herz: Die Backofenreinigung ruft vermutlich bei den wenigsten Jubelschreie und Luftsprünge hervor, oder? Aber was muss, das muss.

Ganz gleich, ob Sie starke Verschmutzungen entfernen oder routinemäßig durchwischen möchten – wir haben die besten Tipps und Hausmittel parat, die Ihr Küchengerät wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen. Und das ohne lästiges Schrubben auf den Knien! Sie glauben uns nicht? Dann überzeugen Sie sich selbst. Wer bei der Backofenreinigung nichts dem Zufall überlassen möchte, sollte einen Blick auf unsere selbstreinigenden Backöfen werfen.

Inhaltsverzeichnis:

Warum ist die Backofenreinigung so wichtig?

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Abgesehen davon, dass niemand einen schmutzigen Ofen mit alten Fettflecken und eingebrannten Essensresten benutzen möchte, ist der Hauptgrund für eine regelmäßige Ofenreinigung Ihre Gesundheit. Altes Fett beginnt während des Erhitzungsprozesses, Kohlenstoffgase freizusetzen, die ein Risiko beim Einatmen darstellen. Außerdem können sie den Geschmack und Geruch der Lebensmittel beeinflussen und beim Öffnen der Glastür für Rauch sowie unangenehme Gerüche sorgen. Das Thema Sicherheit sollten Sie in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen: Altes Fett kann sich nämlich entzünden!

Wer seinen Ofen nur sporadisch reinigt, muss beim nächsten Saubermachen doppelt so viel schrubben und womöglich aggressive Reinigungsmittel verwenden, um die hartnäckigen Reste loszuwerden. Chemikalien können nicht nur während der Reinigung gesundheitsschädigend sein, sondern auch danach. Gleichzeitig ist ein verschmutzter Ofen natürlich nicht gerade hygienisch. Hinzu kommt, dass eine Ansammlung von altem Fett im Garraum und an den Heizelementen den Erhitzungsvorgang behindert. Heißt: Sie verbrauchen mehr Energie und laufen Gefahr, dass Ihr Essen nicht gleichmäßig gegart bzw. gebacken wird.

Sie können sich nicht daran erinnern, wann Sie Ihren Backofen das letzte Mal richtig geputzt haben? Im Verlauf unseres Ratgebers erfahren Sie, worauf es bei der Ofenreinigung ankommt. 

Wie oft sollte ich den Backofen putzen?

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Wenn es um das Thema Hygiene im Backofen geht, nehmen es die meisten Menschen nicht so genau, um sich vor der lästigen Putzerei zu drücken. Doch sind wir mal ehrlich: Appetitlich ist es nicht, wenn sich im Backofen verkohlte Überbleibsel von Pizza, Brötchen, Kuchen und Co. tummeln. Deshalb sollten Sie Ihr Haushaltsgerät in regelmäßigen Abständen reinigen. Bei normaler Nutzung reicht es aus, alle drei Monate den Putzlappen zu schwingen. Doch wer viel bäckt, brät und schmort, sollte den Ofen zumindest einmal im Monat sauber machen. Denn eines lässt sich nicht leugnen: Je länger Sie mit der Ofenreinigung warten, desto schwieriger wird es, eingebackene Verkrustungen zu beseitigen.

Profi-Tipp: Planen Sie die Reinigung Ihres Backofens zukünftig in Ihre monatliche Küchenputzroutine mit ein!

Backofen richtig reinigen von außen und innen – so gehen Sie vor

Ihr Backofen bedarf dringend einer Grundreinigung? Im Laufe der letzten Monate hat sich so einiges an Speiseresten, Fett und Verkrustungen festgesetzt? Dann wird es höchste Zeit für ein ausgiebiges Wellness-Programm für Ihren Ofen. Wir führen Sie Schritt für Schritt durch die Backofenreinigung. 

Schritt 1: herausnehmbare Einzelteile (Grillrost, Backblech) Zunächst entfernen Sie alle beweglichen Elemente wie Backblech, Rost und die seitlichen Einschubführungen. Manche Backöfen verfügen sogar über eine herausnehmbare Bodenplatte. Weichen Sie stark verschmutzte Teile zunächst im Spülbecken für wenige Minuten ein. Geben Sie Rost und Backblech nun bei einem Normalspülgang in die Spülmaschine. Sollten danach immer noch Rückstände vorhanden sein, nehmen Sie eine Bürste und warmes Laugenwasser zur Hilfe. Abschließend alles gut trocknen lassen.
Schritt 2: Garraum Widmen Sie sich dem Innenraum Ihres Backofens. Sprich: Wände und Boden sind nun an der Reihe. Wischen Sie alles mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel aus. Auf diese Weise entfernen Sie losen Schmutz wie Krümel im Handumdrehen. Außerdem können Sie so besser erkennen, welche Bereiche einer gründlichen Reinigung bedürfen. Für einen stark verschmutzten Ofen brauchen Sie nicht unbedingt teure Reiniger – greifen Sie auf altbewährte Hausmittel zurück! Welche bei eingebrannten Essensresten am besten helfen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
Schritt 3: Backofentür Auf dem Sichtfenster bilden sich unweigerlich braune Ablagerungen und Flecken. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch unhygienisch. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich nur schwer mit einem feuchten Lappen oder Glasreiniger entfernen. Anders verhält es sich mit dem Hausmittelchen Soda. Befeuchten Sie die Glastür mit etwas warmem Wasser und lassen Sie das Pulver für mindestens 15 Minuten einwirken. Danach können Sie die Reste mit Küchenpapier wegwischen. Anschließend die Backofentür mit einem Mikrofasertuch auf Hochglanz polieren.
Schritt 4: Gummidichtungen Wenn Sie Ihren Backofen reinigen, dürfen Sie auch die Gummidichtungen der Tür nicht vergessen. Verwenden Sie dafür einen Lappen , warmes Wasser und Neutralseife. Scharfe Reinigungsmittel sollten Sie unter keinen Umständen benutzen, da diese das Material angreifen und beschädigen. Wer die Dichtungen regelmäßig säubert, stellt sicher, dass die Ofentür immer gut schließt und somit keine Wärme verloren geht.

Backofen sauber machen: 4 Hausmittel, die echte Wunder bewirken

Sie fragen sich, ob Sie Ihren Backofen auch ohne chemische und teils aggressive Mittel reinigen und von hartnäckigen Schmutzresten befreien können? Aber natürlich! Altbewährte Hausmittel machen es möglich. Und das Beste daran ist: Sie haben die meisten der folgenden Wundermittelchen mit großer Wahrscheinlichkeit bereits zu Hause. Außerdem schonen Sie so Ihren Geldbeutel und die Gesundheit aller in Ihrem Haushalt lebenden Personen. Ein weiterer Pluspunkt: Wer mit Hausmitteln seinen Ofen reinigt, schützt obendrein die Umwelt!

1. Natron

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Natron kennen vermutlich die meisten Menschen als Zutat beim Backen. Doch bereits seit geraumer Zeit ist es auch ein beliebtes Hilfsmittel, wenn es um Reinigungsarbeiten im Haushalt geht. Natron qualifiziert sich als Hausmittel für die Ofenreinigung, da es auch Flecken und Fettspritzer beseitigt. Kommt es mit Feuchtigkeit in Kontakt, fängt es an zu schäumen und löst sogar festsitzenden Schmutz.

  • Mischen Sie ein Päckchen Natron mit drei Esslöffeln Wasser. Die Paste sollte am Ende nicht zu dünn sein und eine cremige Konsistenz aufweisen.
  • Tragen Sie die Mischung an verkrusteten Stellen im Ofen auf und lassen Sie diese für etwa 30 Minuten einwirken. Je nachdem, wie hartnäckig die Verschmutzung ist, können Sie die Paste auch länger auf der Oberfläche belassen bzw. öfter anwenden.
  • Innerhalb kürzester Zeit reagiert das im Natron enthaltene Natriumhydrogencarbonat mit der Feuchtigkeit.
  • Anschließend kehren Sie die getrocknete Mischung aus dem Backofen. Die Paste wird am Ende nämlich wieder pulverig.
  • Die gelösten Schmutzreste lassen sich einfach mit einem feuchten Lappen entfernen – und das, ohne schrubben zu müssen!

Tipp: Sie können ebenso gut Backpulver verwenden. Die Anwendung bleibt gleich. 

2. Essig

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Schluss mit lästigem Schrubben! Essig lässt sich neben dem Salat-Dressing auch für die Beseitigung von Fettspritzern nutzen. Die Anwendung ist schnell, einfach und effizient.

  • Vermischen Sie Essig mit Spülmittel und geben Sie die Flüssigkeit auf die verschmutzten Stellen.
  • Reiben Sie die betroffenen Bereiche mit einem feuchten Schwamm so lange ein, bis Schaum entsteht.
  • Lassen Sie alles für circa eine halbe Stunde einwirken. Die Reste können Sie mit einem Lappen wegwischen.

Tipp: Sind die Verschmutzungen besonders hartnäckig, können Sie den Vorgang wiederholen oder auf eine weitere Geheimwaffe zurückgreifen: Essigessenz. Verdünnen Sie diese mit Wasser im Verhältnis 1:1 oder 1:2 – je nach Verschmutzungsgrad. Geben Sie die Mischung in eine Auflaufform oder hitzebeständige Schüssel und stellen Sie sie bei 150 °C für 45 Minuten in den Backofen. Nun sollten sich alle Flecken kinderleicht mit einem feuchten Tuch beseitigen lassen!

3. Zitrone

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Der Saft einer Zitrone ist ein echtes Allround-Talent bei der Reinigung von Haushaltsgeräten. Er ist nicht nur bei der Entkalkung Ihrer Kaffeemaschine und dem Wasserkocher behilflich, sondern auch beim Saubermachen Ihres Backofens eine wirkungsvolle Geheimwaffe. Im Ofen verursachen vor allem Fettspritzer und angebranntes Essen unangenehme Gerüche. An dieser Stelle kommt ein weiterer Vorteil des Hausmittels zum Tragen: Zitronensaft neutralisiert diese.

  • Pressen Sie ein bis zwei Zitronen aus und mischen Sie den Saft mit etwas Wasser in einem hitzebeständigen Gefäß. Eine Auflaufform eignet sich dafür hervorragend.
  • Heizen Sie den Backofen auf 110 bis 120 °C vor und stellen Sie den Behälter für etwa eine Stunde hinein.
  • Durch den entstehenden Wasserdampf und die Säure der Zitrone lösen sich die Fett- und Schmutzreste wie von Zauberhand. Ein positiver Nebeneffekt, wenn Sie den Backofen mit Zitrone reinigen: ein wunderbarer Duft, der Ihnen nach wenigen Minuten in die Nase steigt.
  • Sobald der Garraum abgekühlt ist, können Sie ihn mit einem feuchten Tuch auswischen. 

4. Salz

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Salz ist nicht nur eine beliebte Zutat beim Kochen, sondern auch ein nützliches Hausmittel, wenn es darum geht, Verkrustungen im Backofen zu lösen.

  • Befeuchten Sie den Backofenboden mit einem Lappen und bestreuen Sie die Stellen, an denen Essensreste eingebrannt oder Flecken sind großzügig mit Salz. Auf der gesamten Bodenfläche sollte eine weiße Schicht zu sehen sein.
  • Den Backofen auf 50 °C erhitzen und warten, bis das Salz braun wird.
  • Schalten Sie das Gerät aus. Sobald der Innenraum handwarm ist, können Sie die Salzreste mit einem Handfeger entfernen. Danach feucht auswischen.

Achtung: Bei Backöfen mit einer Edelstahl-Verkleidung sollten Sie lieber ein anderes Hausmittel für die Reinigung verwenden, da das Material leicht zerkratzt.

Selbstreinigender Backofen – perfekte Alternative zur mühsamen Ofenreinigung

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Moderne Öfen sind in den meisten Fällen mit Technologien ausgestattet, die Ihnen das Leben und somit auch die Reinigung Ihres Haushaltsgeräts erleichtern. Angefangen bei der Selbstreinigung mit Dampf, über die katalytische Reinigung, bis hin zur pyrolytischen Reinigung ist alles dabei! Letztere stellt dabei die effizienteste und auch einfachste Methode dar, einen Backofen zu reinigen.

Bei der Pyrolyse wird der Garraum auf circa 500 °C erhitzt, wodurch alle Fett- und Lebensmittelreste zu Asche werden. Nach dem Reinigungsvorgang müssen Sie lediglich die Asche mit einem feuchten Tuch wegwischen und Ihr Ofen ist wieder blitzblank. Der größte Vorteil bei Öfen mit Pyrolyse-Funktion: Sie haben mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben! Schließlich ersparen Sie sich die Ofenreinigung mit der Hand. Ein weiterer Pluspunkt: Die Art der Reinigung ist gesundheitlich vollkommen unbedenklich, da sie keinerlei Chemikalien erfordert. Das Haushaltsgerät wird ausschließlich mithilfe von hohen Temperaturen gesäubert.

Profi-Tipp: Entdecken Sie unsere Gorenje-Backöfen mit Pyrolyse und überzeugen Sie sich selbst! Die Modelle der Gorenje-Essential- und Advanced-Linien erreichen Temperaturen von bis zu 470 °C mit einem Reinigungszyklus von 120 Minuten. Im Gegensatz dazu bieten die Öfen der Superior-Serie eine Reinigung in drei verschiedenen Varianten bei Temperaturen bis zu 500 °C: sanfte Reinigung (90 Minuten), mittlere Intensität (120 Minuten) und Hochintensitätsreinigung (150 Minuten).

Unsere Gorenje Backöfen mit Pyrolyse Technik:

Backofen reinigen mit Rasierschaum oder Scheuermilch – eine gute Idee?

Häufig werden neben Hausmitteln und gebräuchlichem Backofenspray auch andere Hilfsmittel wie Scheuermilch und Rasierschaum für die Backofenreinigung empfohlen. Wir raten allerdings davon ab. Zum einen aus dem Grund, dass scheuernde Mittel auf Dauer die Beschichtung im Ofen angreifen, wodurch Fett- und Speisereste noch besser haften bleiben. Zum anderen sind sowohl in Rasierschaum als auch in Scheuermilch in der Regel Inhaltsstoffe enthalten, die nicht in Kontakt mit Lebensmitteln kommen sollten. Greifen Sie deshalb auf eines der zuvor genannten Hausmittel zurück.

Worauf sollte ich bei der erstmaligen Nutzung nach der Ofenreinigung achten?

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  • Nach der Backofenreinigung sollten Sie das Haushaltsgerät gründlich auswischen, um jegliche Rückstände von Hausmitteln oder des verwendeten Reinigers zu beseitigen. Andernfalls verbrennen diese bei der ersten Inbetriebnahme und Dämpfe entstehen. Je nach Reiniger können die Dämpfe schädlich sein oder zumindest den Geschmack der im Ofen zubereiteten Lebensmittel beeinflussen.
  • Lassen Sie den Backofen nach der Reinigung so lange offen stehen, bis der Innenraum sowie alle Bestandteile trocken sind.
  • Wer auf Nummer sicher gehen möchte, heizt das Gerät für 10 bis 20 Minuten bei circa 200 °C ohne Inhalt auf. Auf diese Weise können mögliche Rückstände verdampfen. Sorgen Sie dabei für eine gute Belüftung in der Küche. Entsteht nach 20 Minuten immer noch Rauch, fahren Sie so lange fort, bis das nicht mehr der Fall ist. 

Backofen reinigen: Tipps und Tricks

Wir haben die besten Tipps für die Ofenreinigung für Sie zusammengetragen:

  • Verschmutzungen vorbeugen: Der Einsatz von Backpapier verhindert, dass fettige und eingebrannte Rückstände auf dem Backblech zurückbleiben. Möchten Sie Brötchen oder Tiefkühl-Pizza auf dem Grillrost backen, sollten Sie ebenfalls Backpapier als Unterlage wählen. So tropft nichts herunter und Krümel haben keine Chance, sich auf dem Boden anzusammeln. Bei der Zubereitung eines Auflaufs empfehlen wir, eine ausreichend große Form mit hohem Rand zu verwenden, damit nichts überlaufen kann.

  •  Sofort handeln: Wischen Sie leichte Verunreinigungen nach jedem Gebrauch weg. So können Verschmutzungen nicht einbrennen und Speisereste, Fett und Bratensaft sich nicht entzünden. Folglich müssen Sie auch nicht schrubben. Kalk-, Fett-, Stärke- und Eiweißflecken sollten Sie ebenfalls sofort mit einem Lappen entfernen.  

  • Vorkehrungen treffen: Wie so oft ist die Vorbereitung das A und O! Entfernen Sie alle Elemente wie Einhängegitter und Auszüge. Bei den meisten Modellen lassen sich die Bestandteile aushängen und separat reinigen. So übersehen Sie nichts und erreichen alles bequem.

  • Verkrustungen einweichen: Sie besitzen einen Backofen mit integriertem Dampfsystem? Dann können Sie den Schmutz zunächst mithilfe von Dampf einweichen. Dieser lässt sich anschließend ganz leicht von der Oberfläche entfernen.

  • Das richtige Reinigungszubehör:Achten Sie darauf, dass Sie für die Ofenreinigung neue Schwammtücher und Lappen verwenden. Waschen Sie diese vor der Nutzung gründlich aus.